Unwetter trifft Hochrhein: Überflutete Unterführungen und Sturmschäden nach Gewitterband
Am Freitagmorgen, den 28.08.2026, zog ein schweres Unwetter mit Starkregen und Sturmböen über die Gemeinde Wutöschingen hinweg. Ein langes Gewitterband überquerte den Südschwarzwald und sorgte dabei für zahlreiche Einsätze. Um 09:59 Uhr wurde die Feuerwehr Wutöschingen erstmals alarmiert. In einem Industriebetrieb hatte eine Brandmeldeanlage ausgelöst. Als Ursache stellte sich eingedrungenes Regenwasser heraus. Im weiteren Verlauf mussten durch die Einsatzkräfte mehrere Einsatzstellen abgearbeitet werden. Hierzu zählten unter anderem Wassereinbrüche sowie Schäden infolge des Sturms.Die Einsatzkräfte arbeiteten die gemeldeten Schadensstellen ab und sorgten für die Beseitigung der unmittelbaren Gefahren.
Im Einsatz befanden sich: HLF 20/16, LF10, GW-L2, TSFW
Pressemitteilung Quelle: Südkurier, Ausgabe: 29.08.2026
Ein heftiges Unwetter hat am Freitagmorgen am gesamten Hochrhein für Feuerwehreinsätze gesorgt. Nach einem ruhigen Start in den Tag erreichte gegen 9.25 Uhr eine Gewitterzelle von Westen her den Kreis Waldshut. Zunächst wurde es tiefschwarze Nacht, dann brach ein Unwetter herein, wie es die Region lange nicht mehr erlebt hat. Auf erste Sturmböen folgte ein heftiger Starkregen, der teilweise von der Kanalisation nicht mehr aufgenommen werden konnte. Laut einer Messung an einer Wetterstation im schweizerischen Wallbach gingen innerhalb von zehn Minuten rund 15 Liter Regen pro Quadratmeter nieder. Das in Richtung Osten ziehende Starkregenband erstreckte sich zu diesem Zeitpunkt über 50 Kilometer zwischen Freiburg im Breisgau und Olten.Straßen wurden überflutet, in Bad Säckingen stand das Wasser in den Unterführungen der Fricktalstraße, der Jurastraße und in der Unteren Flüh teilweise rund 30 Zentimeter hoch. Dennoch fuhren einige mutige Autofahrer durch das auf rund 50 Meter Länge angestaute Wasser, bis die technischen Dienste der Stadt die Unterführungen sperrten. Nach 30 Minuten war das Regenband weitergezogen, die Niederschläge ließen vorerst nach. Allerdings kündigt sich für den späten Vormittag eine weitere Gewitterzelle von Westen an.A uch die Feuerwehren der Region sind zur Stunde noch im Einsatz. Über entstandene Schäden liegen noch keine umfassenden Meldungen vor. In Waldshut-Tiengen sowie im östlichen Landkreis kam es laut Auskunft von Polizeisprecher Thomas Batzel vor allem zu Straßenbehinderungen durch umgestürzte Bäume oder herabgefallene Äste. In Tiengen wurde die LuftArt in der Innenstadt durch den Starkregen schwer in Mitleidenschaft gezogen. Zu einer kurzen Überschwemmung kam es etwa in der Gurtweiler Straße in Waldshut-Tiengen, weil die Gullydeckel den großen Wassermengen in so kurzer Zeit nicht gewachsen waren. In der Kupferschmidstraße in Waldshut ist ein Baum oder größerer Ast auf die Fahrbahn gestürzt, Passanten hätten diesen aber selbstständig zur Seite geräumt. Zu einem hohen Schaden kam es in der Schwarzwaldstraße in Waldshut-Tiengen. Dort war laut Auskunft der Polizei ein Baum auf ein geparktes Auto gestürzt, es entstand wirtschaftlicher Totalschaden, verletzt wurde aber niemand. In Tiengen räumte ein Anwohner in der Küssaburger Straße einen auf die Straße gefallenen Baum mit einem Bagger aus dem Weg. Auf Straßen gestürzte Bäumen wurden zudem aus Küssaberg und Klettgau gemeldet, so Batzel. Auf der L163a sorgte ein umgestürzter Baum kurzzeitig für eine halbseitige Blockierung der Fahrbahn. Auch auf der L160 und der L161 seien mehrere Bäume auf die Straße gestürzt.