Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Wutöschingen, Abteilung Wutöschingen

Bis ins Jahr 1975 stellte die freiwillige Feuerwehr der Aluminiumwerke Wutöschingen den Brandschutz der Gemeinde Wutöschingen (damals nur der Ortsteil Wutöschingen) sicher.

Die Gemeinde stellte hierzu der Werkfeuerwehr einen Tragkraftspritzen-Anhänger (TSA) mit Tragkraftspritze (TS8) zur Verfügung. Eine Anhängeleiter, die sich ebenfalls im Besitz der Gemeinde befand, wurde ebenfalls durch die Werkfeuerwehr genutzt. Ein Vertrag bestätigte die Brandschutz-Vereinbarung zwischen der Gemeinde und den Aluminiumwerken.

Die Werkfeuerwehr der Aluminium-Werke Wutöschingen verfügte damals bereits über eine gut ausgebildete freiwillige Feuerwehr mit entsprechender Ausrüstung. Der Fuhrpark konnte sich sehen lassen: Ein mit Feuerwehrbeladung und Leiter umgebauten Opel-Blitz LKW wurde durch einen weiteren Opel Blitz mit Planen-Aufbau ergänzt, welcher als Mannschaftstransportwagen diente.

Durch ein großes Schadensereignis im Jahr 1962 in Degernau, bei dem zahlreiche Tiere und hohe Sachwerte dem Feuer zu Opfer gefallen waren, wurde von der Werkfeuerwehr angeregt, seitens der Gemeinde Wutöschingen eine Rettungstruppe aufzustellen. Durch die Unterstützung einer solchen Hilfstruppe könnten Vieh und Sachwerte bei zukünftigen Schadensereignissen besser geschützt werden.

Zur Gründung einer derartigen Rettungstruppe rief der damalige Bürgermeister Mauer darauf hin im Mitteilungsblatt der Gemeinde auf. Leider war die Resonanz aus der Bevölkerung nicht sehr groß, so dass geeignete junge Männer direkt angesprochen wurden. Die dadurch gefundenen Freiwilligen trafen sich dann am 7. November 1962 zu einer ersten Besprechung im Wutöschinger Rathaus.

Die erste konstituierende Sitzung der Rettungstruppe fand am 2. Mai 1963 im Rathaus Wutöschingen statt. Um vom Land Geldmittel zugesprochen zu bekommen, wurde diese Rettungstruppe unter dem Namen Freiwillige Feuerwehr Wutöschingen“ gegründet.

Im Jahr 1975 fand die Gemeindereform statt. Die damals noch eigenständigen Gemeinden Wutöschingen, Horheim, Schwerzen, Degernau und Ofteringen wurden zur Gemeinde Wutöschingen zusammen geführt. Ab diesem Zeitpunkt war die Werkfeuerwehr nicht mehr in der Lage, den Brandschutz für die neue Großgemeinde Wutöschingen zu übernehmen und kündigte die Vereinbarung über den Brandschutz.

Die neue Großgemeinde war nun selbst für die Sicherstellung des Brandschutzes verantwortlich. Der gemeindeeigene Tragkraftspritzen-Anhänger wurde in einer Garage beim Gasthof Ochsen im Wutöschinger Dorfzentrum stationiert. Die Feuerwehr Abteilung Wutöschingen wählte ihren ersten Kommandanten, Bernhard Preiser (heute Ehrenkommandant).

Am 26. September 1982 wurde das neu beschaffte Tanklöschfahrzeug TLF16/25 durch den kirchlichen Segen offiziell in Dienst genommen. Gleichzeitig wurde das neue Gerätehaus unterhalb des Wutöschinger Sportplatzes eingeweiht. Damit stand dann auch für Wutöschingen eine Feuerwehr mit zeitgemäßer Ausstattung zur Verfügung.

Am 11. Oktober 1987 wurde ein Mannschaftstransportwagen (MTW) in Dienst genommen. Im März 1992 wurde der Fuhrpark noch durch das Löschfahrzeug LF16TS (Löschfahrzeug mit Tragkraftspritze) ergänzt, bei dessen Ausstattung ins Besondere die Wasserförderung über lange Strecken beachtet wurde.

Das nicht mehr zeitgemäße, 27 Jahre alte TLF16/25 wurde am 6. Juni 2009 durch ein neues Fahrzeug abgelöst. Nach langer und durchdachter Planung konnte das neue HLF 20/16 (Hilfeleistung-Lösch-Fahrzeug) im Werk abgeholt werden. Seither ist das HLF 20/16 der Abteilung Wutöschingen das Ersteinsatzfahrzug für Brand- und Hilfeleistungseinsätze jeglicher Art.

Am 12. Mai 2013 feierte die Abteilung Wutöschingen ihr 50jähriges bestehen.